Klavierpeter Stodulka
Klaviertechnik

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Klima


"Wann sollte man das Klavier stimmen ?"

Unterschiede der Luftfeuchtigkeit in Räumen können bis zu 50% betragen.

Warme Luft kann viel Feuchtigkeit aufnehmen und halten.

Kalte Außenluft kann wenig Feuchtigkeit halten.

Durch den Luftaustausch (lüften) sinkt die relative Luftfeuchte in Räumen in der Heizperiode stark ab.

Die "Bodenarbeit" folgt der Feuchtigkeitskurve in Räumen. Es ist die "Holzfeuchte", die den Druck gegen die Saitenanlage verändert. Rundherum aufgeleimt, kann der Resonanzboden nur quellen oder schrumpfen, er verändert damit seine "Wölbung".

Das Instrument "verstimmt" sich dadurch .

Die Auslastung der Saiten und die Anlage des Resonanzbodens sind für die Größe der Reaktion verantwortlich.

Stimmen sollte man deshalb zum Schnittpunkt der Feuchtekurve mit dem Normalwert, siehe Zeichnung.

Wird der Raum optimal befeuchtet, sinkt also die Feuchtigkeit nicht unter 50 %.

Die typische jahreszeitlich bedingte Verstimmung der unteren Mittellage zum Übergang hin bleibt gemäßigt.

Wird darauf geachtet, daß es im Sommer nicht zu feucht wird im Raum sieht die Feuchtigkeitskurve ganzjährig mäßiger aus, bleibt die Klavierstimmung ungleich besser erhalten.

Quelle: J.O. Ewald, Meister im Klavierbau